Linie 18G

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Liniensignal der Linie 18 G

Allgemeines

Ein Zug der Linie 18G in der Ghegaschleife Ende der 20er oder Anfang der 30er Jahre. Foto: Wiener Linien
Ein Zug der Linie 18G hat eben den Stadtbahngleiskörper verlassen und befindet sich auf dem Mariahilfer Gürtel vor der Stadtbahnstation Gumpendorfer Straße. Die Aufnahme muss 1929/30 entstanden sein. Foto: Archiv Holzinger
Zug 65 der Linie 18G in der Ghegaschleife. Hinter dem Zug ist das imposante Aufnahmsgebäude des Wiener Südbahnhofs zu erkennen. Wahrscheinlicher Aufnahmezeitpunkt ist der Sommer 1939. Foto: Archiv Cipek
Dienstauftrag vom 11. Juni 1938 bezüglich Fahrersitzen auf der Linie 18G.

Betriebsbahnhöfe

Die Linie 18G war eine kombinierte Straßenbahn-Stadtbahnlinie und verkehrte meist mit Dreiwagenzügen bestehend aus Triebwagen der Type N und zwei Beiwagen, anfänglich der Type n, nach Lieferung der Wagen der Type n1 hauptsächlich mit diesen. Bei großem Andrang verkehrten auf der Straßenbahnstrecke zwei Dreiwagenzüge hintereinader, die dann auf der Stadtbahnstrecke gekoppelt wurden. Es wurden Fünfwagenzüge zwar getestet, aber nie im Personenverkehr eingesetzt.

Die Straßenbahnstrecke der Linie 18G bekam wegen der höheren Spurkränze des Stadtbahnprofils tiefere Spurrillen und Rillenverbreiterung in engen Bögen, ebenso deren Umleitungs- und Einführungsstrecken, das waren der Gürtel bis Bahnhof Gürtel und die Strecke der Linie 61 vom Gürtel bis zum Bahnhof Meidling.

Auf der Straßenbahnstrecke musste jeder Wagen mit einem Schaffner bzw. Zugführer besetzt sein und der Fahrer musste stehen, auf der Stadtbahnstrecke war nur ein Zugführer notwendig und der Fahrer konnte ab 1933 sitzen. Deswegen fuhren die Straßenbahnschaffner bzw. der Straßenbahnzugführer von der Straßenbahn kommend nur bis zur Haltestelle Burggasse, wo sich ein kleines Expedit befand, außer die Linie fuhr nur bis Alser Straße, da verblieben die Schaffner am Zug. Der Stadtbahnzugführer fuhr von der Stadtbahn kommend bis zur Haltestelle Gumpendorfer Straße, wo der 18G die Stadtbahn verließ, nahm auch den Sitz mit und wechselte unter der Stadtbahn durch auf die Gegenseite, wo er auf den nächsten 18G wartete. Ab 13. Juni 1938 waren sitzende Fahrer auch auf der Straßenbahn erlaubt (siehe Dienstauftrag). Der Fahrer verblieb auf der gesamten Strecke am Zug.

Linienchronik

von bis Linienführung Anmerkung
20. Oktober 1925 18. September 1938 Heiligenstadt - G - 18 - Ostbahnhof 1) 2) 3)
21. September 1938 16. Juli 1944 Heiligenstadt - G - 18 - Ostbahnhof 2) 3)
16. Juli 1944 15. August 1944 Alser Straße4) - G - 18 - Ostbahnhof
16. August 1944 24. August 1944 Heiligenstadt - G - 18 - Ostbahnhof 2)
25. August 1944 10. September 1944 Heiligenstadt - G - 18 - Ostbahnhof 2)
11. September 1944 22. September 1944 Marsanogasse - 8 - 18 - Ostbahnhof
23. September 1944 17. Oktober 1944 Heiligenstadt - G - 18 - Ostbahnhof 2)
20. Oktober 1944 22. Oktober 1944 Marsanogasse - 8 - 18 - Ostbahnhof
23. Oktober 1944 5. November 1944 Alser Straße4) - G - 18 - Ostbahnhof
10. November 1944 17. November 1944 Marsanogasse - 8 - Neubaugürtel
22. November 1944 29. Dezember 1944 Alser Straße4) - G - 18 - Ostbahnhof
30. Dezember 1944 15. Jänner 1945 Heiligenstadt - G - 18 - Ostbahnhof 2)
19. Jänner 1945 21. Jänner 1945 Heiligenstadt - G - 18 - Ostbahnhof 2)
24. Jänner 1945 8. Februar 1945 Heiligenstadt - G - 18 - Ostbahnhof 2)
13. Februar 1945 14. Februar 1945 Heiligenstadt - G - 18 - Ostbahnhof 2)
18. Februar 1945 19. Februar 1945 Heiligenstadt - G - 18 - Ostbahnhof 2)


1) Bei Betrieb der Linie G war die Linie 18G von 14. März 1926 bis 26. September 1926 an Sonn- und Feiertagen eingestellt, dann war durch Vermehrung der Blockabschnitte die Führung dieser auch neben den Linien G und DG/GD möglich.
2) Von 5. Juli 1927 bis 19. Februar 1945 wurde die Linie 18G bei Betrieb der Linie G an Werktags-HVZ bis Alser Straße verkürzt und wendete über die Schleife Bahnhof Michelbeuern (Äußerer Währinger Gürtel - Severingasse - Innerer Währinger Gürtel). Die Fahrgäste konnten bis zur Haltestelle Schopenhauerstraße mitfahren.
3) Von 10. Juli 1927 bis 2. Juli 1944 wurde die Linie 18G bei Betrieb der Linie G an SF von 12 - 20 h bis Alser Straße verkürzt und wendete über die Schleife Bahnhof Michelbeuern (Äußerer Währinger Gürtel - Severingasse - Innerer Währinger Gürtel). Die Fahrgäste konnten bis zur Haltestelle Schopenhauerstraße mitfahren.
4) Umkehren über die Schleife Bahnhof Michelbeuern (Äußerer Währinger Gürtel - Severingasse - Innerer Währinger Gürtel). Die Fahrgäste konnten bis zur Haltestelle Schopenhauerstraße mitfahren.


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