Signale

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Allgemeines

Die weißen, rechteckigen Erinnerungssignale besaßen ursprünglich Fähnchenform ("Schwalbenschwanz"), später waren sie rechteckig mit aufgezeichnetem Schwalbenschwanz, heute haben sie nur mehr die rechteckige Form. Die Form ist aber für die Bedeutung irrelevant.

Früher wurden sie aus emailliertem Metall hergestellt, heute bestehen sie aus angemaltem Blech.

Die Buchstaben bzw. Zahlen sind herausgeschnitten, dadurch sind sie auch von hinten erkennbar; heute sind sie manchmal auch schon aufgemalt.

Historische Signale bis 1979

Erinnerungssignale

Signal Signalname (Signalgruppennummer) Bedeutung
Haltestelle für bestimmte Züge Hier halten nur bestimmte Züge aus betrieblichen Gründen,
Durchfahrt mit 18 km/h erlaubt
Kleinzonengrenze Kleinzonengrenze für 10-Groschen-Fahrgäste auf der Vorderplattform,
diese müssen bei dieser Station die abgesperrte, vordere Plattform räumen
Vorsicht (2) Höchstgeschwindigkeit 18 bzw. 20 km/h
Langsam (3) Höchstgeschwindigkeit 12 bzw. 15 km/h
Bremsstrecke (5) Bremsstrecke, im Gefälle dauernd eingeschaltete elektrische Motorbremse,
Höchstgeschwindigkeit 18 bzw. 20 km/h
Bremsstrecke
mit Geschwindigkeitsangabe (5)
Bremsstrecke, im Gefälle dauernd eingeschaltete elektrische Motorbremse,
Höchstgeschwindigkeit angegeben
Brems- und Sandstreustrecke (5) Brems- und Sandstreustrecke, im Gefälle dauernd eingeschaltete elektrische Motorbremse,
falls kein Sand gestreut, dazu Sandung, Höchstgeschwindigkeit 18 bzw. 20 km/h
Brems- und Sandstreustrecke
mit Geschwindigkeitsangabe (5)
Brems- und Sandstreustrecke, im Gefälle dauernd eingeschaltete elektrische Motorbremse,
falls kein Sand gestreut, dazu Sandung, Höchstgeschwindigkeit angegeben
1 Außergewöhnliche örtliche Bestimmungen (6)
2 Einseitig wirkende elektrische Weichenstellvorrichtung (6)
1 Bestimmung wird im Dienstauftrag erläutert
2 Diese Weiche stellt sich selbst nach Befahren zurück, muss aber händisch gestellt werden,
rote Pfeillaterne
Ausnahme der Vorrangbestimmung (6) Ausnahme der Vorrangbestimmung
Einschränkung der Warnsignale (6) Einschränkung der Warnsignale
Fahrbeschränkung auf Brücken (6) Fahrbeschränkung auf Brücken
Haltestelle während
bestimmter Tageszeiten (6)
Haltestelle während bestimmter Tageszeiten, z.B. für Theaterverkehr
Strecke mit festen Kreuzungen (6) Eingleisige Strecke mit festen Zugkreuzungen ohne Signalsicherung
Nachrang (6) Nachrang, Ausnahme der Vorrangbestimmung
Sandlager in der Nähe (6) Sandlager in der Nähe
Unübersichtliche Kreuzung (6) Unübersichtliche Kreuzung
Vorgehen zur Sicherung der Weiterfahrt (6) Der Zugsführer, früher der Schlussmann muss zur Sicherung vorgehen
Elektrische Weiche(nstellvorrichtung)
in Normalausführung (6)
Elektrische Weiche in Normalausführung, Höchstgeschwindigkeit 6 km/h,
die letzte Weiche dieser Art ("Stromstoßweiche") wurde im Jahr 2000 abgeschaltet
Elektrische Weichenstellvorrichtung
in Spezialausführung (6)
Elektrische Weiche in Spezialausführung, früher hauptsächlich in der Ustrab
Elektrische Weichenstellvorrichtung
mit selbsttätiger Rückstellung (6)
Diese Weiche stellt sich selbst nach Befahren in die mit Pfeil gekennzeichnete Richtung zurück,
rote Pfeillaterne
Elektrische Weichenstellvorrichtung
mit Ausnahmsbestimmung (6)
Elektrische Weiche mit erhöhtem Schwellwert (erhöhte Stromaufnahme
z.B. durch den Kompressor der Type Z ("Amerikaner") oder Wagen mit Schienenbremse)
Elektrische Weiche
mit Verriegelung
Elektrische Weiche mit Verriegelung, Höchstgeschwindigkeit 15 km/h

Verbot der Zugsbegegnung im Doppelgleisbogen
(Krümmung) mit Type Z (6)
Verbot der Zugsbegegnung mit Wagen der Type Z ("Amerikaner"),
bei Abzweigungen zeigt der Pfeil an, in welche Richtung das Begegnungsverbot gilt

Verbot der Zugsbegegnung im Doppelgleisbogen
(Krümmung) mit Großraumwagen (6)
Verbot der Zugsbegegnung mit Großraumwagen (Type C und C1),
bei Abzweigungen zeigt der Pfeil an, in welche Richtung das Begegnungsverbot gilt

Verbot der Zugsbegegnung im Doppelgleisbogen
(Krümmung) mit WLB (6)
Verbot der Zugsbegegnung mit WLB (Badner Bahn),
bei Abzweigungen zeigt der Pfeil an, in welche Richtung das Begegnungsverbot gilt
Zurückstellen der Weiche (6) In Dienstauftrag ist die Richtung angegeben,
für die die Weiche im Normalfall offen stehen muss
Streckentrennung der Dreileiteranordnung (6) Strengstes Verbot, den Trenner mit Fahrstufen zu befahren,
da sonst Kurzschluss in der Fahrleitung möglich
Verbot der Zugsbegegnung im Doppelgleisbogen
(Krümmung) (6)
Verbot der Zugsbegegnung laut BOStrab, nur 1938 bis 1956 verwendet
Ende Verbot der Zugsbegegnung im Doppelgleisbogen
(Krümmung) (6)
Ende Verbot der Zugsbegegnung laut BOStrab, nur 1938 bis 1956 verwendet

Besondere Zeichen

Signal Signalname (Signalgruppennummer) Bedeutung
Haltestelle verlegt Eine schwarze Abdeckkappe mit der Beschriftung "Haltestelle aufgelassen",
und eine Hinweistafel mit der Beschriftung "Haltestelle verlegt" mit Pfeil
Überbrückter Streckentrenner Auf Fahrleitungsmast aufgemalt, überbrückter Streckentrenner,
dieser Streckentrenner darf mit Serienfahrstufen überfahren werden
Warnanstrich An knapp beim Gleis stehenden festen Gegenständen angebracht

Optische und Akustische Signale

Signal Signalname (Signalgruppennummer) Bedeutung
oder oder Vorwärts (1) Ein Schlag mit der Dachglocke bzw. ein kurzer Pfiff mit der Signalpfeife,
Vorwärts, in der Dunkelheit beleuchtet
Vorsicht (2) Höchstgeschwindigkeit 18 bzw. 20 km/h, in der Dunkelheit beleuchtet
oder oder Langsam (3) Drei lange Pfiffe mit der Signalpfeife,
Höchstgeschwindigkeit 12 bzw. 15 km/h, in der Dunkelheit beleuchtet
Ende Vorsicht oder Langsam Ende der Geschwindigkeitsbeschränkung, in der Dunkelheit beleuchtet
oder oder Halt (4) Mindestens drei Schläge mit der Dachglocke bzw. kurze Pfiffe mit der Signalpfeife als Notsignal,
beim Signal bzw. Posten anhalten, in der Dunkelheit beleuchtet,
als Nachrangsignal auch bei Tag beleuchtet
(...) oder Achtung (7) Zwei oder mehrere Schläge mit der Warnglocke oder lange Töne mit der Signalpfeife,
dieses Signal ist vom Fahrer oder vom Deckmann zu geben,
vor der Abfahrt zwei Glockenschläge oder zwei lange Töne.
Rufsignal (8) Ein Schlag mit der Dachglocke,
vom Fahrer an den Zugsbegleiter, wenn er diesen dienstlich sprechen will
Bügel abziehen (9) Zwei Schläge mit der Dachglocke,
vom Fahrer an den Zugsbegleiter nach vorheriger Verständigung
Halten (10) Zweimal zwei Glockenschläge oder zweimal zwei kurze Töne mit deutlicher Trennung
der beiden Doppelschläge bzw. der beiden Doppeltöne, vom Zugsbegleiter an den Fahrer,
Anhalten mit Betriebsbremsung

Lichtsignale

Signal Signalname (Signalgruppennummer) Bedeutung
Vorsicht (2) Höchstgeschwindigkeit 18 bzw. 20 km/h
Langsam (3) Höchstgeschwindigkeit 12 bzw. 15 km/h

Pfeillaterne Stellung der Weiche,
Sonderausführung roter Pfeil

Sondersignale

Signal Signalname (Signalgruppennummer) Bedeutung

Lichtsignal G Kurzführung in die Schleife Gallgasse, das "G" befand sich beim Bahnhof Speising und stammt ursprünglich aus der Zeit, als dort noch F-Triebwagen fuhren, die nicht über Zugfunk verfügten.

Lichtsignal K 1 3 "K 1 3" befindet sich bei der Einfahrt zur Schleife Franz-Jonas-Platz, wird aber nicht mehr verwendet. Das aufleuchtende K signalisierte einem Zug die Kurzführung in die Schleife, mit den Ziffern 1 und 3 konnte angezeigt werden, in welches Gleis am Franz-Jonas-Platz der sich nähernde Zug fahren sollte (1: Gleis 1, normales Tourengleis der Linie 31, 3: Gleis 3, Vorfahrgleis).

Lichtsignal R E H Die "REH-Ampel" hängt am Wallensteinplatz, wird aber nicht mehr verwendet. "R" bedeutet Raffaelgasse (Schleife), "E" steht für Einziehen (in den Bhf. Brigittenau), "H" bedeutet Halt.

Lichtsignal Pfeil Zug einziehen, z. B. nach Störungen (war beim Bhf. Simmering in Richtung Zentralfriedhof angebracht).


Historische Signale bis 2015

Erinnerungssignale

Signal Signalname Bedeutung
Fahrverbot für alle Züge Gleissperre,
früher Einfahrtsverbot für alle Züge (6)
Fahrverbot für Fahrzeuge bestimmter Typen Wagentypen, die das Gleis nicht befahren dürfen, sind angegeben,
früher Einfahrtsverbot für Fahrzeuge bestimmter Typen (6)
Sicherheitshalt Anhaltepflicht für alle Züge, Vorrangverlust, früher (6)
Zwangshalt Anhaltepflicht für alle Züge, Vorrangverlust, gleiche Bedeutung wie Sicherheitshalt
Sicherheitshaltestelle Anhaltepflicht für alle Züge
Bedarfshaltestelle Durchfahrt mit 25 km/h erlaubt
Bedarfshaltestelle Durchfahrt mit 25 km/h erlaubt, in Verbindung mit dem Signal "Sicherheitshalt" bzw. "Zwangshalt" wird die Haltestelle zu einer Sicherheitshaltestelle (Anhaltepflicht für alle Züge)
Haltestelle für bestimmte Züge Hier halten nur bestimmte Züge aus betrieblichen Gründen,
Durchfahrt mit 25 km/h erlaubt
Geschwindigkeitsbeschränkung Die Ziffer bedeutet die Höchstgeschwindigkeit,
früher Örtliche Geschwindigkeitsbeschränkung (6)
Anfang der Geschwindigkeitsbeschränkung Anfang der Geschwindigkeitsbeschränkung (manchmal wird eine weiße Version,
auch mit Schwalbenschwanz, verwendet), früher auch einer Brems- und Sandstreustrecke
Ende der Geschwindigkeitsbeschränkung Ende der Geschwindigkeitsbeschränkung (manchmal wird eine gelbe Version verwendet),
früher auch einer Brems- und Sandstreustrecke

Örtliche Ausnahme der Vorrangbestimmungen Bei gleichzeitigen Eintreffen von Zügen hat der Zug Vorrang,
der sich vor der niedrigsten Zahl befindet, früher (6)
Außergewöhnliche örtliche Bestimmung Bestimmung wird im Dienstauftrag erläutert,
früher (6) und Einseitig wirkende elektrische Weichenstellvorrichtung (6)
Ausnahme der Bremsvorschrift Gefälle bis 2,5 Promille, Sicherung des Zuges nur durch Anziehen der Handbremse (Federspeicherbremse)
am Fahrerplatz, früher Ausnahme der Beiwagen-Bremsvorschrift (6)
Besondere Bremsvorschrift Gefälle 2,5-12 Promille, Sicherung des Zuges durch Anziehen der Handbremse (Federspeicherbremse)
am Fahrerplatz und am Zugende, früher (6)
Akustische Signalabgabe erforderlich Akustische Signalabgabe erforderlich ("Läuten")
Elektrische Weiche
mit Verriegelung
Elektrische Weiche mit Verriegelung, Höchstgeschwindigkeit 15 km/h,
früher Elektrische Weichenstellvorrichtung in Normalausführung (6)
Flankenschutzweiche Weiche kann nur händisch verstellt werden und stellt sich nach Befahren automatisch in Grundstellung zurück,
es gilt nicht die Linksweichenregel (Konfliktweichenregel)

Verbot der Zugsbegegnung Vor Streckenteilen angebracht, wo keine Zugsbegegnung erlaubt ist,
bei Abzweigungen zeigt der Pfeil an, in welche Richtung das Begegnungsverbot gilt,
früher Verbot der Zugsbegegnung im Doppelgleisbogen (in der Krümmung) (6)
Zurückstellen der Weiche Die Spitze am Signal zeigt die Richtung an,
für die die Weiche im Normalfall offen stehen muss, früher (6)
Einbiegen bei Rot Einbiegen der Straßenbahn bei Rot auf der VLSA,
früher Abzweigen (6)
Einbiegen bei Grün Einbiegen der Straßenbahn bei Grün auf der VLSA,
früher Abzweigen (6)
Einbiegen bei Gelb Einbiegen der Straßenbahn bei Gelb auf der VLSA,
früher Abzweigen (6)
Einbiegen bei Gelb nach Rot Einbiegen der Straßenbahn bei Gelb nach Rot auf der VLSA,
früher Abzweigen (6)
Einbiegen bei Gelb nach Grün Einbiegen der Straßenbahn bei Gelb nach Grün auf der VLSA,
früher Abzweigen (6)
Permissivfahrt Bei Straßenbahn-VLSA angebracht, Fahrt unter Berücksichtung des Vorranges anderer Verkehrsteilnehmer,
nur in Verbindung mit der Freiphase einer Straßenbahn-VLSA, bei Abzweigungen mit Pfeil ergänzt (Geltungsrichtung)

Kennzeichen und Markierungen

Signal Signalname Bedeutung
Abdeckkreuz Kennzeichnet eine aufgelassene oder verlegte Haltestelle
Ungültigkeitszeichen Vor Lichtsignalen und früher auch Pfeillaternen,
wenn diese außer Betrieb sind
Vorsignaltafel Kennzeichnung eines Vorsignals einer Straßenbahn-VLSA
Streckentrenner Kennzeichnung von schlecht sichtbaren Streckentrennern,
dieser Streckentrenner darf nicht mit Fahrstufen überfahren werden
Warnanstrich An knapp beim Gleis stehenden festen Gegenständen angebracht
Warnanstrich An knapp beim Gleis stehenden festen Gegenständen angebracht, Aufenthaltsverbot bei Vorbeifahrt eines Zuges

gelb oder weiß
Grenzmarke Zwischen zwei sich nähernden Gleisen zur Kennzeichnung
der berührungsfreien Vorbeifahrmöglichkeit angebracht

gelb oder weiß
Haltelinie Merkzeichen für das Anhalten bei Haltestellen oder vor Kreuzungen (im Gleis angebracht)

oder

gelb oder weiß
Haltepunkt Merkzeichen für das Anhalten bei Haltestellen oder vor Kreuzungen (im Gleis angebracht),
doppelt für mehr als 35 Meter lange Züge, wo Unterscheidung notwendig (z.B. WLB Wiedner Hauptstraße)

ca. 30 m

gelb oder weiß
Bodenzeichen Regelung für das Einfahren in bzw. Anhalten vor Kreuzungen,
die mit VLSA, jedoch ohne Straßenbahn-Verkehrslichtsignale geregelt sind
VETAG-Weichenbereich Bei verriegelter Weiche und anderem Richtungswunsch muss vor der Querlinie (befindet sich meist ca. 12 m vor der Weichenspitze)
angehalten werden, bis der Vorderzug den Weichenbereich verlassen und sich die Weiche umgestellt hat
VETAG-Antenne Kennzeichnung der tatsächlichen Position der Empfangsschleife im Boden (meist ca. 22 m vor der Weichenspitze),
zwischen diesem Punkt und der Querlinie ist ein Stellen der Weiche möglich.

Streckensignale

Signal Signalname Bedeutung
Geschwindigkeitsbeschränkung Die Ziffer bedeutet die Höchstgeschwindigkeit,
früher Örtliche Geschwindigkeitsbeschränkung (6)
Ende der Geschwindigkeitsbeschränkung Ende der Geschwindigkeitsbeschränkung
Halt Beim Signal anhalten, früher (4)

Lichtsignale

Signal Signalname Bedeutung
Halt
für alle Fahrtrichtungen
Straßenbahn-Verkehrslichtsignalanlage (VLSA)
Halt für alle Fahrtrichtungen
Freie Fahrt
in der Geraden
Straßenbahn-Verkehrslichtsignalanlage (VLSA)
Freie Fahrt in der Geraden
Freie Fahrt in der Geraden
und zum Linkseinbiegen
Straßenbahn-Verkehrslichtsignalanlage (VLSA)
Freie Fahrt in der Geraden und zum Linkseinbiegen
Freie Fahrt in der Geraden
und zum Rechtseinbiegen
Straßenbahn-Verkehrslichtsignalanlage (VLSA)
Freie Fahrt in der Geraden und zum Rechtseinbiegen
Freie Fahrt
zum Linkseinbiegen
Straßenbahn-Verkehrslichtsignalanlage (VLSA)
Freie Fahrt zum Linkseinbiegen
Freie Fahrt
zum Rechtseinbiegen
Straßenbahn-Verkehrslichtsignalanlage (VLSA)
Freie Fahrt zum Rechtseinbiegen
Freie Fahrt zum Links-
und Rechtseinbiegen
Straßenbahn-Verkehrslichtsignalanlage (VLSA)
Freie Fahrt zum Links- und Rechtseinbiegen
Freie Fahrt
in alle Richtungen
Straßenbahn-Verkehrslichtsignalanlage (VLSA),
Freie Fahrt in alle Richtungen, es gelten die Straßenbahn-Vorrangregeln
VLSA außer Betrieb Straßenbahn-Verkehrslichtsignalanlage (VLSA) außer Betrieb,
irgend eine Lampe blinkt
VLSA für eingleisige Strecke Pfeil: Anmeldung bei Überfahren des Anmeldekontakts, erlischt nach einigen Sekunden Freisignal.
Freisignal erlischt nach Überfahren des Einfahrtkontakts. Grundstellung des Signals zeigt Halt.
Vorsicht Höchstgeschwindigkeit 30 km/h
Langsam Höchstgeschwindigkeit 15 km/h
oder Gleis(schleife) besetzt
oder Halt Beim Signal anhalten, früher (4)
Ankündigung einer Freiphase Baldige Freiphase, Zug ist abzufertigen, bei Abzweigungen mit Pfeil ergänzt (Geltungsrichtung)
Hinweissignal Angezeigt ist ein Zehntel der mittleren Geschwindigkeit,
bei deren Einhaltung die Verkehrslichtsignalanlage bei "Frei" erreicht wird
Permissivfahrt Bei Straßenbahn-VLSA angebracht, Fahrt unter Berücksichtung des Vorranges anderer Verkehrsteilnehmer,
nur in Verbindung mit der Freiphase einer Straßenbahn-VLSA, bei Abzweigungen mit Pfeil ergänzt (Geltungsrichtung)
Anschluss abwarten Anschluss abwarten aus Gründen des Kundendienstes
Kontrollsignal Zeigt dem Fahrer an, daß die unvollständige VLSA dem Individualverkehr Halt zeigt, bei dunklem Signal
ist eine Weiterfahrt unter Beachtung der gegenüber den anderen Straßenbenützern geltenden Bestimmungen zulässig

Einkammersignal Stellung der Weiche (Gerade nur bei Dreiwegweichen) und das Anliegen,
zusätzlich mechanische Verriegelung der Weichenzunge
Einkammersignal Weiche ist elektrisch verriegelt (elektrisch nicht stellbar)
Einkammersignal Nachfahrverbot für einen Zug mit anderem Fahrtrichtungswunsch
Einkammersignal Stellung der Weiche und das Anliegen bei Flankenschutzweichen in Grundstellung,
zusätzlich mechanische Verriegelung der Weichenzunge, keine Linksweichenregel (Konfliktweichenregel)
Einkammersignal Flankenschutzweiche für Gegenzug steht in Grundstellung,
keine Linksweichenregel (Konfliktweichenregel)

Postensignale

Signal Signalname Bedeutung
oder oder Vorwärts Vorwärts,
früher (1)
oder oder Langsam Höchstgeschwindigkeit 15km/h,
früher (3)
oder oder Halt Beim Posten anhalten,
früher (4)
oder Nothalt Sofort möglichst schnell anhalten

Verschubsignale

Signal Signalname Bedeutung
(+) in Abständen Vorwärts Vorwärts,
Vom Deckmann hör- und sichtbar, von den Signalübermittlern nur sichtbar
(+) Signalpfeife Langsamer Höchstgeschwindigkeit 6 km/h,
vom Deckmann hör- und sichtbar, von den Signalübermittlern nur sichtbar
+ Signalpfeife Halt Anhalten,
vom Deckmann und den Signalübermittlern hör- und sichtbar

Optische und Akustische Signale

Signal Signalname Bedeutung
(...) oder Achtung Achtung, zwei oder mehrere Schläge mit der Warnglocke vom Fahrer oder
zwei lange Töne mit der Signalpfeife vom vorgehenden Bediensteten oder Deckmann
+
Signaleinrichtung + Abfertigungskennlampe
Vorwärts Vorwärts, Zugsabfertigung vom Zugsbegleiter
oder von schaffnerlosen Wagen an den Fahrer, bei schadhafter Signaleinrichtung Zuruf "Vorwärts"
+ Armzeichen
Signaleinrichtung
Rufsignal Vom Fahrer an den Zugsbegleiter,
wenn er diesen dienstlich sprechen will

Signaleinrichtung
zur Abfahrt bereit Aufforderung zum Abfertigen vom Fahrer an den Zugsbegleiter

Signaleinrichtung
Widerruf der Abfertigung Vom Zugsbegleiter an den Fahrer

Signaleinrichtung
Türen zum Einsteigen öffnen Vom Fahrer an den Zugsbegleiter,
wenn ein abgefertigter Zug die Fahrt nicht fortsetzen kann

Signaleinrichtung
Anhalten Vom Zugsbegleiter an den Fahrer,
Anhalten mit Betriebsbremsung
oder "Stromabnehmer abziehen"
Signaleinrichtung
Stromabnehmer abziehen Vom Fahrer an den Zugsbegleiter nach vorheriger Verständigung, je nach Wagentype
(+) Notbremseinrichtung oder
+
Nothalt Vom Zugsbegleiter an den Fahrer oder vom Fahrer an den Zugsbegleiter
oder Notsignaleinrichtung

Signalpfeife
Bremse lösen Bremse lösen,
vom Fahrer an den Zugsmannschaft

Signalpfeife
Bremsen mäßig anziehen Bremsen mäßig anziehen,
vom Fahrer an den Zugsmannschaft

Signalpfeife
Bremsen rasch und fest anziehen Bremsen rasch und fest anziehen,
vom Fahrer an den Zugsmannschaft

Signale auf Strecken mit Zugsicherung

Erinnerungssignale

Signal Signalname Bedeutung
Beginn der Strecke mit Zugsicherung Beginn der signalmäßigen Zugsicherung
Ende der Strecke mit Zugsicherung Ende der signalmäßigen Zugsicherung

Lichtsignale

Signal Signalname Bedeutung
Nachrücksignal,
Frei
Streckenhöchstgeschwindigkeit,
die beiden nächsten Gleisabschnitte sind frei
Nachrücksignal,
Vorsicht
Höchstgeschwindigkeit 30km/h,
der nächste Gleisabschnitt ist frei
Nachrücksignal,
Langsam
Höchstgeschwindigkeit 15km/h, Fahren auf Sicht,
der nächste Gleisabschnitt ist besetzt
Ausfahrtsignal in Haltestellen
mit Kreuzungsbereich, Halt
Beim Signal anhalten
Blockhauptsignal,
Frei
Streckenhöchstgeschwindigkeit
Blockhauptsignal,
Halt
Beim Signal anhalten
Fahrtrichtungsanmeldesignal Links Fahrtrichtungseingabe Links
Fahrtrichtungsanmeldesignal Gerade Fahrtrichtungseingabe Gerade
Fahrtrichtungsanmeldesignal Rechts Fahrtrichtungseingabe Rechts
Zählkettenkorrektur Keine Betätigung des Richtungsdrehschalters durch Fahrpersonal
Pfeillaterne Der Leuchtpfeil signalisiert die Grundstellung der Weiche
bei Betrieb der Anlage 1

Postensignale

Signal Signalname Bedeutung
Vorbeifahrt erlaubt (Tag) Vorbeifahrt erlaubt am Standort eines gestörten Blockhauptsignals
Vorbeifahrt erlaubt (Nacht) Vorbeifahrt erlaubt am Standort eines gestörten Blockhauptsignals


Signale ab 2015

Notsignale

Diese Signale werden im Notfall angewendet. Das Signal „Gefahrenhalt“ kann von jedem Bediensteten aber auch von betriebsfremden Personen abgegeben werden.

Signal Signalname Bedeutung und Handlung
+ Notsignal Am Fahrzeug wurde eine Fahrgasttüre gewaltsam geöffnet. Weiters kann damit eine Störung der Wageneinrichtung signalisiert werden.
Wird das Fahrzeug nicht selbsttätig zwangsgebremst, so ist vom Fahrzeugführer unverzüglich eine rasche Betriebsbremsung durchzuführen.
Tag Nacht Gefahrenhalt Gefahr.
Das Fahrzeug ist sofort mittels Notbremsung zum Stillstand zu bringen.

Verschubsignale

Verschubsignale werden vom Deckmann optisch und akustisch gegeben, wenn sich der Fahrzeugführer nicht an der Zugspitze befindet.
Können die Signale des Deckmanns vom Fahrzeugführer nicht wahrgenommen werden, so sind in der erforderlichen Anzahl Übermittler einzusetzen.

Signal Signalname Bedeutung und Handlung
(+) Signalpfeife in Abständen Vorwärts Einleitung der Verschubfahrt.
Abfahrt oder Weiterfahrt des Fahrzeuges. Dieses Signal wird vom Übermittler nur optisch weitergegeben.
(+) Signalpfeife Langsamer Verlangsamung der gefahrenen Geschwindigkeit auf maximal 5 km/h.
Verlangsamung der Geschwindigkeit auf maximal 5 km/h mittels Betriebsbremsung. Dieses Signal wird vom Übermittler nur optisch weitergegeben.
+ Signalpfeife Verschubhalt Anhalten des Fahrzeuges. Erfolgt das Signal „Verschubhalt“ ohne vorheriges Signal „Langsamer“ ist es in der Bedeutung und Handlung dem Signal „Gefahrenhalt“ gleichgesetzt.
Verminderung der Geschwindigkeit bis zum Stillstand. Dieses Signal wird vom Übermittler sowohl optisch als auch akustisch weitergegeben.

Postensignale

Aufforderung an den Fahrzeugführer zur Einleitung bzw. Beendigung von Fahrtbewegungen oder zum Schließen der Türen.

Signal Signalname Bedeutung und Handlung
oder Tag Nacht (weiß oder grün) Abfahren Abfahren oder Weiterfahren.
Abfahrt oder Weiterfahrt des Zuges.
oder Tag Nacht (weiß oder grün) Langsam Verlangsamung der gefahrenen Geschwindigkeit auf maximal 15 km/h.

Die Geschwindigkeit ist mit einer Betriebsbremsung auf maximal 15 km/h zu reduzieren.

oder Tag Nacht Postenhalt Beim Posten anhalten.
Der Zug ist mittels Betriebsbremsung beim oder unmittelbar vor dem Posten anzuhalten.
Zuruf: „Türen schließen“ Türen schließen Auftrag zum Schließen der Türen.
Vorlöschen bzw. nach dem Schließen der Türen Türfreigabe löschen.

Geschwindigkeitssignale

Geschwindigkeitssignale geben die Streckenhöchstgeschwindigkeit an.

Signal Signalname Bedeutung und Handlung
Geschwindigkeitssignal Streckenhöchstgeschwindigkeit.
Mit Erreichen des Signals darf die darauf angegebene Höchstgeschwindigkeit nicht überschritten werden.

Langsamfahrsignale

Langsamfahrsignale kennzeichnen temporäre Geschwindigkeitsbeschränkungen.
Diese Signale können auch links neben dem Gleis angebracht werden.
Das Signal „Endsignal“ muss eine Zugslänge nach dem Ende der Langsamfahrstelle angebracht werden.

Signal Signalname Bedeutung und Handlung
Ankündigungssignal Kündigt den Beginn einer Langsamfahrstelle an.
Anfangssignal Kennzeichnet den Beginn einer Langsamfahrstelle.
Mit Erreichen des Langsamfahrsignals darf die am Ankündigungssignal angegebene Geschwindigkeit nicht überschritten werden.
Endsignal Kennzeichnet das Ende einer Langsamfahrstelle.
Mit Erreichen des Signals darf die Streckenhöchstgeschwindigkeit gefahren werden.

Fahrverbote, Verbot der Zugsbegegnung

Fahrverbotssignale kennzeichnen Bereiche, in die nicht eingefahren werden darf.

Signal Signalname Bedeutung und Handlung
Fahrverbot Fahrverbot. Bei Verzweigungsweichen kann das Signal durch einen Pfeil, der die Fahrtrichtung anzeigt, ergänzt werden.
Einfahren in den gekennzeichneten Streckenbereich verboten. Sind bestimmte Fahrzeugtypen angegeben, so gilt nur für diese das Fahrverbot.

Verbot der Zugsbegegnung Verbot der Zugsbegegnung.
Das Fahrzeug welches sich im äußeren Gleisbogen befindet hat gegenüber dem Fahrzeug im inneren Gleisbogen Vorrang.

Weichensignale

Weichensignale kennzeichnen Weichenanlagen, deren Endlage und regeln das Verhalten beim bzw. nach dem Befahren. Sofern die Weichensignale nicht als Formsignale beschrieben werden, handelt es sich um Lichtsignale. Weichensignale sind in unmittelbarer Nähe der zugehörigen Weiche angebracht. Die Signale „Nachfahrverbot“, „Umstellschutz“ sowie die Signale „Richtungsbalken“ sind als Einkammerlichtsignale ausgeführt.

Signal Signalname Bedeutung und Handlung
Nachfahrverbot Beim Leuchten dieses Signales besteht Nachfahrverbot für einen Zug mit anderem Fahrtrichtungswunsch.
Der Zug ist ca. 12 m vor der Weichenspitze anzuhalten.
Richtungsbalken links Weiche zeigt die Endlage für die Fahrt nach links.
Richtungsbalken gerade Weiche zeigt die Endlage für die Fahrt in die Gerade.
Richtungsbalken rechts Weiche zeigt die Endlage für die Fahrt nach rechts.
Umstellschutz Weiche lässt sich elektrisch nicht mehr umstellen.
Im Bedarfsfall ist die Weiche mit der Weichenkrücke umzustellen.
Flankenschutzhinweis
(Formsignal)
Diese Weiche ist eine Flankenschutzweiche.
Signalisiert ein Weichensignal die Endlage in einer Sicherheitsstellung, so ist die Konfliktweichenregel außer Kraft gesetzt.
Flankenschutzstellung Die Konfliktweiche des Gegenzuges befindet sich in der Endlage „Sicherheitsstellung“.
Die Konfliktweichenregel ist außer Kraft gesetzt.
Weiche zurückstellen
(Formsignal)
Im Regelfall steht die Weiche für die mit der Spitze angezeigten Fahrtrichtung.
Nach dem Befahren der Weiche in die nicht angezeigte Fahrtrichtung ist die Weiche in die angezeigte Grundstellung zurückzustellen.

Bremssignale

Bremssignale signalisieren Abweichungen zu den Bremsbestimmungen.

Signal Signalname Bedeutung und Handlung
Bremsbestimmung B Kennzeichnung einer Längsneigung von 2,5‰ bis 12‰.
Der Zug ist an der Zugspitze und am Zugende einzubremsen. Der Zug darf von der Ferne beaufsichtigt werden.
Bremsbestimmung 0 Kennzeichnung einer Längsneigung bis 2,5 ‰.
Der Zug ist an der Zugspitze einzubremsen. Der Zug darf von der Ferne beaufsichtigt werden.

Vorrangsignale

Vorrangsignale regeln den Vorrang von Straßenbahnfahrzeugen untereinander bei Abweichung der „Vorrangregeln Straßenbahn untereinander“.

Signal Signalname Bedeutung und Handlung

Ausnahme der Vorrangbestimmungen Regelt den Vorrang von Straßenbahnfahrzeugen untereinander.
Bei gleichzeitigem Eintreffen mehrerer Züge hat der Zug, der vor dem Signal mit der niedrigeren Ziffer steht, Vorrang. Diese Regelung gilt nur für den ersten Zug jeder Fahrtrichtung.

Haltestellensignale

Das Signal „Haltestelle“ signalisiert die Örtlichkeiten, an denen gegebenenfalls ein Fahrgastwechsel stattfindet.

Signal Signalname Bedeutung und Handlung
Haltestelle Anhalten bei Bedarf.
Bei Bedarf ist der Zug anzuhalten und den Fahrgästen das Ein- und Aussteigen zu ermöglichen. Die Höchstgeschwindigkeit beim Durchfahren der Haltestelle beträgt 25 km/h.
Haltestelle Anhalten bei Bedarf.
Bei Bedarf ist der Zug anzuhalten und den Fahrgästen das Ein- und Aussteigen zu ermöglichen. Die Höchstgeschwindigkeit beim Durchfahren der Haltestelle beträgt 25 km/h.
Haltestelle für bestimmte Züge Anhalten für bestimmte Züge.
Bestimmte Züge (z. B. Einschübe, Einziehfahrten, etc.) haben gegebenenfalls anzuhalten und den Fahrgästen das Ein- und Aussteigen zu ermöglichen. Andere Züge können die Haltestelle mit 25 km/h Höchstgeschwindigkeit durchfahren.

Warnsignale

Warnsignale warnen andere Verkehrsteilnehmer vor einer Gefahr.

Signal Signalname Bedeutung und Handlung
(...) Warnglocke Warnung vor dem Zug.
Gegebenenfalls ist das Fahrzeug anzuhalten.
Zuruf „Achtung“, „Warnung“, etc. Warnung Warnung vor dem Zug.
Gegebenenfalls ist das Fahrzeug anzuhalten.

Gelbrote Blinklichter,
an beiden Wagenlängsseiten.
Warnblinker Warnung vor einem auf der Strecke stehenden Zug.

Zugsignale

Im Fahrbetrieb sind bei sämtlichen Zügen an der Zugspitze und am Zugschluss die Zugsignale anzuwenden.

Signal Signalname Bedeutung und Handlung

Mindestens ein weißes Licht.
Spitzensignal Dieses Signal kennzeichnet die Spitze des ersten Fahrzeuges eines Zuges.
Fahrzeuge mit einer Bauartgeschwindigkeit über 60 km/h sind mit einem Dreilichter-Spitzensignal ausgerüstet.

Mindestens ein rotes Licht.
Schlusssignal Dieses Signal kennzeichnet das Ende des letzten Fahrzeuges eines Zuges.

Mindestens ein rotes Licht.
Bremslicht Dieses Signal leuchtet bei einem Bremsvorgang auf.

Gelbrote Blinklichter,
an beiden Wagenlängsseiten.
Fahrtrichtungsanzeige Änderung der Fahrtrichtung.
Dieses Signal ist bei jeder Änderung der Fahrtrichtung einzuschalten.

Fahrsignale

Fahrsignale regeln die Zulassung von Fahrten.
Es werden bei einigen Signalen auch die Richtungen und Geschwindigkeiten für die zugelassenen Fahrten signalisiert. Weiters kann durch Fahrsignale die Zulässigkeit einer Fahrt angekündigt werden.
Fahrsignale, die als weißleuchtende Vierpunktsignale ausgeführt sind, werden als Straßenbahnverkehrslichtsignale bezeichnet und gelten als Hauptsignale. Sind diese Signale mit einer Vorsignaltafel ergänzt, so gelten diese als Vorsignale, die die zu erwartende Stellung des zugehörigen Straßenbahnverkehrslichtsignals anzeigen.
Bei einer Störung der Straßenbahnverkehrslichtsignalanlage darf die Weiterfahrt unter Beachtung der für den übrigen Verkehr gültigen Verkehrs- und Lichtzeichen erfolgen, wenn die Verkehrslage eine Weiterfahrt erlaubt. Die Betriebsleitstelle ist über die Störung zu informieren.

Signal Signalname Bedeutung und Handlung
Halt
für alle Fahrtrichtungen
Halt für alle Fahrzeuge.
Das Fahrzeug ist vor dem Signal anzuhalten.
Freie Fahrt
in die Gerade
Freie Fahrt in die Gerade.
Freie Fahrt in die Geraden
und zum Linksabbiegen
Freie Fahrt in die Gerade und zum Linksabbiegen.
Freie Fahrt in die Gerade
und zum Rechtsabbiegen
Frei Fahrt in die Gerade und zum Rechtsabbiegen.
Freie Fahrt
zum Linksabbiegen
Freie Fahrt zum Linksabbiegen.
Freie Fahrt
zum Rechtsabbiegen
Freie Fahrt zum Rechtsabbiegen.
Freie Fahrt zum Links-
und Rechtsabbiegen
Freie Fahrt zum Links- und Rechtsabbiegen
Achtung
(gelb oder weiß)
Das Blinklicht signalisiert die Zulässigkeit einer Fahrt.
Ankündigung der Freiphase Kündigt die Zulassung einer Fahrt an.
Der Zug ist abzufertigen.
Anmeldesignal Dieses Signal zeigt die Anmeldung in der Sicherungsanlage an.
Permissivfahrt Das Signal Permissivfahrt zeigt im Zusammenhang mit dem Straßenbahnverkehrslichtsignal die Zulässigkeit einer Fahrt an. Bei Verzweigungsweichen kann das Signal durch einen Pfeil, der die Fahrtrichtung anzeigt, ergänzt werden.
Die Fahrt kann unter Berücksichtigung der Vorrangregeln fortgesetzt werden.
Frei
(zwei lot- oder
waagrechte Lichtpunkte)
Die beiden nächsten Gleisabschnitte sind frei von Fahrzeugen.
Es darf mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit gefahren werden.
Vorsicht
(zwei lot- oder
waagrechte Lichtpunkte)
Der nächste Gleisabschnitt ist frei, der übernächste Gleisabschnitt ist mit Fahrzeugen besetzt.
Es darf mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gefahren werden. Im Straßenraum ist auf Sicht zu fahren!
Vorsicht mit
Geschwindigkeitsbeschränkung
(zwei lot- oder
waagrechte Lichtpunkte)
Auf der Strecke: Der nächste Gleisabschnitt kann mit Fahrzeugen besetzt sein. Es kann auch der Haltbegriff des zugehörigen Hauptsignals signalisiert werden. Im Bahnhof: Das zugehörige Hallentor ist offen und in Endlage.
Auf der Strecke: Es darf mit einer Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h gefahren werden. Es ist auf Sicht zu fahren! Bei Wendeschleifen ist das freie Gleis zu befahren.
oder Halt
(ein oder zwei lot- oder
waagrechte rote Lichtpunkte
oder eine kreisrunde rote Tafel)
Auf der Strecke: Die Vorbeifahrt an diesem Signal ist nicht zulässig. Im Bahnhof: Die Vorbeifahrt an diesem Signal ist nicht zulässig. Das Signal zeigt bei einem zugehörigen Hallentor, dass sich dieses nicht in der offenen Endlage befindet.
Vor diesem Signal ist anzuhalten.
Anschlusssignal Abwarten von Fahrgästen anderer Linien.
Beim Aufleuchten dieses Signals darf mit einem Linienzug aus der Haltestelle nicht abgefahren werden.
Kontrollsignal Zeigt dem Fahrer an, daß die unvollständige VLSA dem Individualverkehr Halt zeigt.
Bei dunklem Signal ist eine Weiterfahrt unter Beachtung der gegenüber den anderen Straßenbenützern geltenden Bestimmungen zulässig.
Zählkettenkorrektur Keine Betätigung des Richtungsdrehschalters durch Fahrpersonal

Sonstige Signale

Sonstige Signale sind entweder als Formsignale oder als Anstriche im Gleisbereich bzw. an Wänden oder Gegenständen ausgeführt. Es können jedoch auch „Knöpfe“ als Bodenmarkierung zur Anwendung kommen.

Signal Signalname Bedeutung und Handlung
Beginn der Strecke mit Zugsicherung Ab diesem Signal beginnt die Strecke mit Zugsicherung.
Ab diesem Signal gilt „Fahren nach Signalen“.
Ende der Strecke mit Zugsicherung Bei diesem Signal endet die Strecke mit Zugsicherung.
Ab diesem Signal gilt „Fahren auf Sicht“.
Vorsignaltafel Kennzeichnet ein Straßenbahnverkehrslichtsignal als Vorsignal.
Streckentrenner Dieses Signal kennzeichnet einen nicht unterbrechungsfreien Streckentrenner.
Am Signal „Streckentrenner“ ist der Fahrstrom kurz abzuschalten.
Ungültigkeitssignal Das damit gekennzeichnete Signal ist ungültig.
Abdeckkreuz Eine damit gekennzeichnete Haltestelle ist aufgelassen.
Eine damit gekennzeichnete Haltestelle ist nicht einzuhalten.
Grenzmarke Das Signal kennzeichnet zwischen den Gleisen jene Stelle, ab der eine berührungsfreie Vorbeifahrt gegeben ist.
Ragt ein abgestelltes Fahrzeug über das Signal „Grenzmarke“, so darf daran nicht vorbeigefahren werden.
Haltepunkt
(Linie oder Punkt)
Kennzeichnet die Stelle eines vorgesehenen Halts.
Gegebenenfalls ist vor dem Haltepunkt anzuhalten.
Bodenzeichen Kennzeichnet die Stelle, ab der ein Kreuzungsbereich bei grün blinkender Verkehrslichtsignalanlage überquert werden darf.
Befindet sich der Zug bei grün blinkender Verkehrslichtsignalanlage vor den drei Punkten, ist vor der Kreuzung anzuhalten.
Befindet sich der Zug nach den drei Punkten, so ist bei Einhaltung der signalisierten Geschwindigkeit der Kreuzungsbereich zu queren.
Warnanstrich rot-weiß Der Warnanstrich kennzeichnet Stellen mit eingeschränktem seitlichem Sicherheitsabstand. Befindet sich eine Person im gekennzeichneten Bereich, besteht bei Vorbeifahrt eines Fahrzeuges die Gefahr des Einquetschens.
Bei Annäherung von Fahrzeugen ist der gekennzeichnete Bereich rechtzeitig zu verlassen bzw. darf nicht betreten werden.
Warnanstrich schwarz-gelb Der Warnanstrich kennzeichnet Stellen mit einem eingeschränkten Bedienraum.
Aufgrund des eingeschränkten Bedienraums sind Tätigkeiten mit besonderer Aufmerksamkeit in Beachtung sich bewegender Fahrzeuge durchzuführen.
Außergewöhnliche Bestimmung Kennzeichnet Örtlichkeiten, bei denen besondere Bestimmungen zur Anwendung kommen.
Die Bestimmungen des zugehörigen Dienstauftrages sind zu beachten.
Sicherheitshalt Das Signal kennzeichnet eine Stelle, an der jedes Fahrzeug anhalten muss.
Vor dem Signal ist jedes Fahrzeug anzuhalten. Ist dieses Signal an einer geregelten Kreuzung angebracht, so ist dieses Signal nicht zu beachten.
Zwangshalt Zwangshalt
Kennzeichnet Stellen, an denen in jedem Fall anzuhalten ist. Vorrangverlust!
Hinweissignal „Induktionsschleife“ Kennzeichnet die Stelle, an der sich die Induktionsschleife für die Weichensteuerung befindet.
Das Fahrzeug ist vor dem gelben Dreieck anzuhalten, wenn im Weichensignal das Signal „Umstellschutz“ nicht aufleuchtet und sich ein Fahrzeug noch im Weichenabschnitt befindet.

Signale, die bis auf Widerruf Gültigkeit haben

Die in diesem Anhang genannten Signale bleiben bis auf weiteres gültig.

Signal Signalname Bedeutung und Handlung
Fahrverbot für Fahrzeuge bestimmter Typen Wagentypen, die das Gleis nicht befahren dürfen, sind im Signal angegeben.
Halt Beim Signal anhalten, Gleissperre.
Streckentrenner Kennzeichnung von schlecht erkennbaren Streckentrennern.
Bedarfshaltestelle Unter gewissen Bedingungen ist das Durchfahren mit 25 km/h Höchstgeschwindigkeit erlaubt.
Haltestelle für bestimmte Züge An dieser Haltestelle halten nur „bestimmte“ Züge aus betrieblichen Gründen. Andere Züge können die Haltestelle mit 25 km/h Höchstgeschwindigkeit durchfahren.