Verschublokomotive (VL) (1917-1929)
Allgemeines
- Verschublokomotive
- Einsatz:
Wagennummer
Lieferfirma
Technische Daten
- LüP:
- Kastenbreite
- Radstand:
- Gewicht:
- Leistung:
Geschichte
Für Verschubarbeiten unter den neu errichteten Kohlensilos im städtischen Kohlenlagerplatz Vorgartenstraße (WIHOKO) wurden 1917 die beiden A-Triebwagen 3 und 4 in Akkumulator-Lokomotiven umgebaut. Dabei fanden nur die Fahrgestelle der beiden Wagen und ihre elektrische Ausrüstung Verwendung, während die beiden Wagenkästen in Simmering hinterstellt wurden. Die Höhe des Fahrzeugs betrug lediglich 1,7 m und war mit dem stehenden Fahrer auf 2,5 m begrenzt. Die Akkumulatoren stammten von den 1917 nicht betriebenen Akku-Autobussen; Hersteller war die Akkumulatorenfabriks A. G. Tuder. Als Betriebsspannung lieferten die Akkus 160V, womit bei Parallelschaltung der beiden Motoren D17/22 und einer Anhängelast von 12-14 t eine v/max von 7 km/h erreicht wurde. Die Fahrschalter der Type RSP104 wurden derart umgebaut, dass die Motoren ständig parallel geschalten waren und zur Regelung 4 Fahr- und 6 Bremsstufen zur Verfügung standen.
Ab 1924 wurde der Wagen 4 nach Aufsetzen des Wagenkastens wieder im Personenverkehr verwendet. Der Wagen 3 erhielt 1924 statt der Akkus einen langen Lyrastromabnehmer und der Kohlenhof wurde mit einer Stoll-Fahrleitung versehen, deren Kabel in den Lyrabügel eingehängt werden konnte. Bei diesem Umbau wurden die RSP104-Fahrschalter durch solche der Union-Type BA ersetzt und auch die Schaltung der Motoren wieder normalisiert (Serien- und Parallelschaltung). Der Wagen 3 durfte auch nach seinem Umbau ausschließlich im Bereich der Kohlenbunker der WIHOKO eingesetzt werden. 1929 wurde auch er in einen Personenwagen rückgebaut, aber im gleichen Jahr, ohne nochmals im Linienbetrieb verwendet worden zu sein, ausgeschieden.
Die Nummerierung der beiden Wagen war etwas kompliziert. Bei der Adaption als Akkutriebwagen waren die Nummern 10003 und 10004 vorgesehen, beim Umbau 1924 des Wagens 3 wurde die Nummer mit 6103 angegeben. Tatsächlich befanden sich beide Wagen die ganze Zeit im Personenwagenstand als A 3 und 4. Es ist allerdings möglich, dass die Arbeitswagennummern an den Fahrzeugen dennoch angeschrieben waren.
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