Streckenplan der Wiener Straßenbahn

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Hinweise zum Plan

Die Angaben sind ohne Gewähr. Auch Irrtümer sind nicht ausgeschlossen, und so ist jeder Hinweis willkommen.

Strecken

Die Streckenabschnitte in dicker Strichstärke sind noch in Betrieb, die dünnen bereits aufgelassen. Durchgestrichene Beschriftung wird nur verwendet, wenn der betreffende Streckenabschnitt oder -endpunkt mindestens einmal verlegt wurde. Wenn ein Streckenabschnitt ohne Verlegung aufgelassen wurde, ist dies aus dem dünnen Strich ohnehin zu erkennen.

Beispiel: Strecke 8 wurde zwischen Sparkassaplatz und Gürtel von der Sechshauser Straße in die Ullmannstraße verlegt und ist inzwischen aufgelassen.

Betriebsbahnhöfe

schwarzin Betrieb
grauTramwaymuseum
weiß(als Straßenbahnhof) aufgelassen

Erläuterungen zum Streckensystem

Genau genommen gibt es keine "Strecken" im offiziellen Sprachgebrauch. Jedoch war man immer bemüht, das ursprüngliche Liniensystem als Fixum anzusehen und neue Linien nicht willkürlich zu benennen. Auch die Autobuslinien und die Nightline orientieren sich an diesem Schema.

Das Liniensystem wurde 1906 entwickelt und 1907 eingeführt, als nach der Integration der vielen Privatunternehmen die BBG (Bau- und Betriebsgesellschaft für Straßenbahnen) in die Verwaltung der Gemeinde Wien überstellt wurde. Bestrebt, die bisher verwendeten Symbolscheiben [Übersicht] als Linien- bzw. Zielsignal abzulösen, wurde ein System geschaffen, das nicht nur immer noch gültig ist, sondern von dem nicht einmal nennenswerte Ausnahmen notwendig waren. So passen die 1979 eröffnete Strecke 64 - nachdem das ursprüngliche Provisorium 1918 aufgelassen wurde - und die geplante Strecke 27 (Kagran - Siemensstraße) voll ins System!

Aufbau des Systems

Man unterscheidet Rund- und Radiallinien. Rundlinien führen kreisbogenförmig um die Stadt (ungefährer Kreismittelpunkt ist der Stephansdom). Sie sind im Wesentlichen von innen nach außen nummeriert und tragen die Signale 1 bis 18.

Radiallinien führen von Zentrumsnähe nach außen und sind von der Direktionslinie beginnend gegen den Uhrzeigersinn nummeriert, von 21 bis 82 (höchstes verwendetes Liniensignal abgesehen von Hunderternummern). Auch hier sind nicht alle Nummern in Verwendung. Spätere Erweiterungen, die nicht ganz ins System passten, erhielten entweder 100er-Nummern oder wurden mit einem A ergänzt (117 wurde 1961 zu 17A).

Lange Strecken wurden linienmäßig unterteilt, z. B. 17, 217 und 317 oder 60, 260 und 360.

Bei den Linien gibt es zusätzlich noch Durchgangslinien, die eine Kombination aus Radial- und Tangentialstrecken befahren. Sie erhalten als Liniensignal einen Buchstaben; auch hier wurde mit der Direktionslinie begonnen. Wird nicht über Ring/Kai befahren, erhielt dieser früher noch einen Index mit der entsprechenden Rundliniennummer. So entstand auch die heute noch übliche Bezeichnung für die Zweierlinie (Lastenstraße). Später kamen dann zur Unterscheidung der Umlaufrichtung am Ring die Indizes R und K hinzu.

Als Besonderheit sind noch Bruchstrichlinien zu erwähnen, die ebenfalls eine Kombination von Strecken befuhren, aber nicht an allen Tagen bzw. zu allen Zeiten, und gestrichene Linien, deren Streckenführung ausnahmsweise abwich.

© Gerald Svetelsky
Stand: 25. 12. 2005